thyssenkrupp carbon components GmbH

Erfolgreich mit "leichtem" ERP-System

Ein Interview mit der thyssenkrupp Carbon Components GmbH zur Arbeit mit abas ERP

alltrotec, 26. November 2020

Branche: Automotive
Standort: Deutschland, Kesselsdorf (nahe Dresden)
Größe: 80 Mitarbeiter
Kunde seit: 2012
Anzahl ERP-Lizenzen: 12

Das Unternehmen thyssenkrupp Carbon Components GmbH in Kesselsdorf nahe Dresden wurde 2012 als Spin-off der TU Dresden gegründet. Es entwickelt und produziert Carbonfelgen für Auto- und Motorradhersteller (OEMs) und beliefert Endkunden im Motorradbereich. Weitere ultraleichte Carbonteile, z. B. Carbon-Federn / -Stabilisatoren befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Alle Räder aus dem Hause thyssenkrupp Carbon Components werden vollautomatisch mittels einer einzigartigen Flechttechnologie auf der größten Radialflechtanlage der Welt gefertigt und erfüllen dadurch höchste Qualitätsansprüche in Performance sowie Ästhetik. Die ultraleichten Pkw-Carbonräder mit dem geflochtenen Design "Made in Germany" mit Straßenzulassung (ABE) können direkt im Webshop des Unternehmens bestellt werden.

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Die thyssenKrupp Carbon Components GmbH entwickelt und stellt Carbonfelgen für Auto- und Motorradhersteller her. Können Sie uns Ihre Produktpalette und deren Nutzen näher beschreiben?

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Kohlenstofffaserverstärkte Bauteile ermöglichen bei bestimmten Anwendungen aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften höhere Steifigkeiten und Festigkeiten bei geringerem Materialeinsatz. Gerade bei Fahrzeugrädern ermöglicht diese Gewichtersparnis den großen Vorteil, dass rotierende Massen reduziert werden. Des Weiteren wirken sich Eigenschaften wie einstellbare Schwingungsdämpfung und Korrosionsbeständigkeit positiv auf das Bauteil aus.

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Damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können, braucht es einfache digitalisierte Prozesse. Bitte erzählen Sie uns Ihre Motivation für eine ERP-Einführung?

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Die Herstellung kohlenstofffaserverstärkter Bauteile ist wesentlich komplexer als die vergleichbarer Produkte aus Metall. Eine höhere Anzahl an Fertigungsschritten und die benötigte Materialvielfalt setzen einen einwandfrei funktionierenden Fertigungsprozess und dessen Abbildung in einem ERP-System voraus.

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Die noch spannendere Frage wäre: Warum gerade abas ERP? Welche Faktoren trugen Ihrerseits dazu bei, sich genau für dieses ERP-System zu entscheiden?

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abas ERP bietet eine hohe Flexibilität bei vergleichsweise geringen Kosten. Somit konnten wir die mannigfaltigen Fertigungsprozesse über angepasste BDE-Dialoge lückenlos abbilden. Weiterhin bot sich die Möglichkeit unterschiedlichste Individualisierungen vorzunehmen (MDE, BDE, Infosysteme, BI) und teilweise selbst anzupassen.

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Welche Projekt-Meilensteine können Sie uns im Zuge der Einführung von abas ERP nennen?

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  • Abwicklung des Einkaufs und Vertriebs über abas ERP
  • Personalzeiterfassung mittels abas
  • SAP-Schnittstelle mit Konzernzentrale
  • Integration in die Fertigung
  • Individualisierte BDE-Dialoge
  • Maschinendatenerfassung (MDE)
  • Materialentnahme per FIFO
  • Erfassung von Rüstzuständen
  • Werkzeuglebenslauf
  • APS
  • Qualitätssicherung

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Bitte beschreiben Sie uns Ihr Projekt "abas ERP-Einführung" bei TKCC näher.

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Das Einführungsprojekt war geprägt von anspruchsvollen Zeitplänen und Meilensteinen. Nach einer kurzen „Aufwärmphase“ mit allgemeinen Einführungen und Key-User Schulungen wurde die Implementierung themenspezifisch gestaffelt und konsequent vorangetrieben. Neu aufgeworfene Fragenstellungen zu nötigen Anpassungen wurden flexibel gehandhabt und konnten meist ohne Auswirkungen auf das Gesamtprojekt umgesetzt werden. In den allermeisten Bereichen konnten die bereits vorhandenen Standards von abas ERP verwendet werden, was sowohl Zeit als auch Kosten sparte. Einzig im Bereich Fertigung wurde von diesem Credo abgewichen und eine extrem tiefe Integration des ERP-Systems in unsere Produktionsprozesse vorangetrieben.

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Sie haben es geschafft, sich als Start-up zu etablieren. Welche Hinweise oder Tipps geben Sie den Start-ups von morgen mit auf den Weg. Was sollte ein Start-up auf keinen Fall oder unbedingt tun?

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Auf keinen Fall darf eine Systemauswahl ohne eine ausführliche Planung durchgeführt werden. Ein detailliertes Pflichtenheft ist dabei unumgänglich. Ebenfalls muss klar sein, welche betrieblichen Abläufe über das System abgebildet werden sollen. Vergisst man hier wichtige Prozesse, können der Aufwand und die Pflege im Nachhinein sehr groß sein.
Mit diesen Punkten und einem Blick auf die anfallenden Kosten, sollte einer erfolgreichen ERP-Implementierung nichts mehr im Wege stehen.

 

"Seit 2018 produziert die thyssenkrupp Carbon Components GmbH Carbonfelgen mit Straßenzulassung für diverse Motorräder. Die Premiere des ultraleichten PKW-Carbonrades mit ABE war ein voller Erfolg."

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